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Die letzte Zählung der Leerwohnungen in der Stadt Zürich
zeigt auf, dass der Leerwohnungsbestand auf das Niveau von 1990
gesunken und gegenüber dem Vorjahr um 62,2% zurückgegangen
ist! Die Leerwohnungsziffer (Anteil der leerstehenden Wohnungen
in Prozent) beträgt aktuell 0.08%. Zum Vergleich: im Jahr 1999
betrug die Leerwohnungsziffer noch 0.37%, 1995 gar 0.5%. Weit dramatischer
zeigt sich die Situation beim Bestand an leeren Wohnungen mit vier
und mehr Zimmern, genau jene Wohnungen also, auf die kinderreiche
Familien angewiesen sind (die Leerwohnungsziffer beträgt hier
im Schnitt 0.05%). Mit Fug und Recht kann daher behauptet werden,
dass in Zürich Wohnungsnotstand herrscht. Dieser Zustand muss
rasch behoben werden. Die Stadt, die zur Zeit rund 7% aller Wohnungen
auf ihrem Gebiet hält, soll vermehrt günstigen Wohnraum
anbieten. Hierbei sollen fürs erste die für die Verwaltung
nicht mehr benötigten Gebäude (durch den Kauf des Verwaltungszentrums
Werd bedingt) für den Wohnbedarf umgenutzt werden. Den speziellen
Bedürfnissen von grossen Haushaltungen (vier und mehr Personen)
ist in jedem Fall Rechnung zu tragen.
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